Cannabis Social Clubs (CSC) im neuen CanG: Was du wissen musst

Die Cannabispolitik in Deutschland erfährt eine bemerkenswerte Wende. Mit dem neuen Cannabisgesetz (CanG) führt die Bundesregierung die Cannabis Social Clubs (CSC) ein, allerdings mit einem entscheidenden Twist: Hier geht es weniger um das soziale Miteinander beim Konsum, sondern vielmehr um eine gemeinschaftliche, legale Versorgung mit Cannabis. Hier sind die Key Points, die du im Kopf behalten solltest:

Was sind Cannabis Social Clubs?

Die CSCs sind als Anbauvereinigungen konzipiert, die den legalen Anbau von Cannabis für ihre Mitglieder ermöglichen sollen. Diese Vereine dürfen als eingetragener Verein (e.V.) oder Genossenschaft organisiert sein. Wichtig: Konsum vor Ort ist tabu! Damit distanziert sich Gesundheitsminister Lauterbach klar von der Idee der „Social“ Clubs im herkömmlichen Sinne.

Die Rahmenbedingungen

  • Betriebserlaubnis: Eine solche ist zwingend erforderlich und wird von den Landesbehörden erteilt. Die Bewerbungsphase für die Betriebserlaubnis startet am 1. Juli 2024.
  • Mitgliederzahl: Jeder Club darf maximal 500 Mitglieder haben, die aktiv am Anbau teilnehmen sollen – ohne bezahlte Profis.
  • Produkte: Erlaubt ist die Abgabe von Hanfblüten und Haschisch; Edibles, Joints und Ähnliches sind nicht gestattet.
  • Abgabe: Kein Verkauf im klassischen Sinne, sondern feste Bezugsmengen zu unterschiedlichen Beitragskategorien, mit maximal 50 Gramm pro Mitglied pro Monat.
  • Mitgliedschaft: Mindestalter 18 Jahre, mit besonderen Regelungen für 18- bis 21-Jährige. Mitglieder müssen in Deutschland wohnhaft sein – Touristen bleiben außen vor. Zudem ist die Mitgliedschaft auf einen Club beschränkt.
  • Standort: Die Clubs müssen einen Mindestabstand von 100 Metern zu Schulen, Kitas und Spielplätzen einhalten.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Einführung von CSCs ist ein signifikanter Schritt in der deutschen Cannabispolitik. Durch diese regulierte Abgabe wird ein sicherer, kontrollierter Zugang zu Cannabis geschaffen, der Schwarzmarktkäufe reduzieren und den Konsum transparenter machen soll. Doch die Einschränkungen, insbesondere der Ausschluss des sozialen Konsums innerhalb der Clubs, lassen Spielraum für Diskussionen über die sozialen Aspekte des Cannabisgebrauchs.

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