Subkutanes Fett

Warum Frauen dazu neigen, mehr subkutanes Fett zu speichern?

Es ist bekannt, dass Frauen und Männer unterschiedliche Körperfettverteilungen haben. Ein wesentliches Merkmal dieser Unterschiede ist die Tendenz von Frauen, mehr subkutanes Fett zu speichern. Insbesondere in den Hüften und Oberschenkeln lagert sich dieses Fett ab. Doch warum ist das so, und wie verändert sich diese Verteilung nach der Menopause?

Was ist subkutanes Fett?

Subkutanes Fett befindet sich direkt unter der Haut. Es ist das Fett, das man bei einem Kneiftest spürt. Diese Art von Fett dient nicht nur als Energiespeicher, sondern auch als Schutzschicht und Isolierung für den Körper. Subkutanes Fett ist in der Regel weniger gesundheitsschädlich als viszerales Fett, das sich um die inneren Organe herum ansammelt.

Warum speichern Frauen mehr subkutanes Fett?

  1. Hormone: Östrogen spielt eine entscheidende Rolle bei der Fettverteilung im weiblichen Körper. Dieses Hormon fördert die Speicherung von Fett in den unteren Körperregionen, also Hüften und Oberschenkeln. Dies hat wahrscheinlich evolutionäre Gründe, da während der Schwangerschaft und Stillzeit mehr Energie benötigt wird.
  2. Genetik: Genetische Faktoren beeinflussen ebenfalls, wo und wie viel Fett gespeichert wird. Frauen haben von Natur aus mehr Fettzellen als Männer, besonders in den erwähnten Bereichen.
  3. Stoffwechsel: Der weibliche Körper neigt dazu, Energie effizienter zu speichern, was in Zeiten von Nahrungsmangel von Vorteil war. Dies führt jedoch auch dazu, dass Frauen tendenziell mehr Fett ansammeln als Männer.

Veränderungen nach der Menopause

Mit dem Einsetzen der Menopause ändern sich die Hormonspiegel dramatisch, insbesondere der Östrogenspiegel sinkt. Diese Veränderung hat weitreichende Auswirkungen auf die Fettverteilung im Körper:

  1. Zunahme von Viszeralfett: Nach der Menopause steigt oft der Anteil an viszeralem Fett. Dies ist die Fettart, die sich um die inneren Organe ansammelt und mit höheren Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und anderen gesundheitlichen Problemen verbunden ist.
  2. Reduktion von subkutanem Fett: Gleichzeitig kann das subkutane Fett in den Hüften und Oberschenkeln abnehmen. Dies bedeutet nicht unbedingt eine Gewichtsabnahme, sondern eine Verschiebung der Fettverteilung im Körper.
  3. Metabolische Veränderungen: Die Stoffwechselrate kann sich verlangsamen, was zu einer Gewichtszunahme führen kann, wenn die Kalorienzufuhr nicht angepasst wird.

Was kann man tun?

Um den gesundheitlichen Risiken entgegenzuwirken, die mit einer Zunahme von Viszeralfett verbunden sind, gibt es einige Maßnahmen, die Frauen ergreifen können:

  1. Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Ballaststoffen, Proteinen und gesunden Fetten ist, kann helfen, das Gewicht zu kontrollieren und die Fettverteilung zu beeinflussen.
  2. Regelmäßige Bewegung: Sport, insbesondere Krafttraining und Ausdauertraining, kann helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln und viszerales Fett zu reduzieren.
  3. Hormonersatztherapie (HRT): In einigen Fällen kann eine HRT in Erwägung gezogen werden, um die hormonellen Veränderungen zu mildern. Dies sollte jedoch immer in Absprache mit einem Arzt geschehen.

Fazit

Die Fettverteilung bei Frauen ändert sich im Laufe des Lebens, insbesondere nach der Menopause. Während subkutanes Fett in den Hüften und Oberschenkeln während der fruchtbaren Jahre dominiert, kann nach der Menopause eine Zunahme von viszeralem Fett beobachtet werden. Durch eine bewusste Lebensweise kann man jedoch diesen Veränderungen entgegenwirken und die Gesundheit fördern.

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