Was ist Viszeralfett?

Viszeralfett ist eine spezielle Art von Fettgewebe, das sich um die inneren Organe im Bauchraum ansammelt. Es unterscheidet sich von subkutanem Fett, das direkt unter der Haut liegt. Viszeralfett ist besonders tückisch, da es hormonell aktiv ist und entzündungsfördernde Substanzen freisetzt, die das Risiko für zahlreiche Gesundheitsprobleme erhöhen können.

Gesundheitsrisiken von Viszeralfett:

  1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Hohe Mengen an Viszeralfett können das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.
  2. Typ-2-Diabetes: Viszeralfett ist mit einer Insulinresistenz verbunden, die zu Typ-2-Diabetes führen kann.
  3. Entzündungen: Es fördert systemische Entzündungen, die das allgemeine Gesundheitsrisiko erhöhen.
  4. Hormonelle Imbalancen: Es kann zu hormonellen Störungen führen, die wiederum verschiedene gesundheitliche Probleme nach sich ziehen können.

Wie viel Viszeralfett ist normal?

Es gibt keine einheitliche Norm für die Menge an Viszeralfett, da sie von verschiedenen Faktoren wie Alter, Geschlecht und genetischer Veranlagung abhängt. Dennoch gibt es einige Anhaltspunkte:

  • Taille-Hüft-Verhältnis: Ein höheres Verhältnis deutet auf mehr Viszeralfett hin. Bei Männern sollte das Verhältnis unter 0,9 und bei Frauen unter 0,85 liegen.
  • Bauchumfang: Ein Bauchumfang von mehr als 102 cm bei Männern und 88 cm bei Frauen weist auf ein erhöhtes Risiko hin.
  • Körperfettanalyse: Spezielle Waagen oder medizinische Geräte können den Viszeralfettanteil messen. Ein Viszeralfettwert unter 13-15 % gilt als unbedenklich.

Tipps zur Reduktion von Viszeralfett:

  1. Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und magerem Protein.
  2. Regelmäßige Bewegung: Mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche.
  3. Stressmanagement: Stress abbauen durch Techniken wie Meditation, Yoga oder einfache Atemübungen.
  4. Genügend Schlaf: Achte auf ausreichenden und erholsamen Schlaf.

Einfluss von Alter, Größe und Geschlecht

Alter:

Mit zunehmendem Alter neigen Menschen dazu, mehr Viszeralfett zu speichern, insbesondere nach der Menopause bei Frauen. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, und hormonelle Veränderungen können die Fettverteilung im Körper beeinflussen.

Größe:

Die Körpergröße selbst hat keinen direkten Einfluss auf die Menge an Viszeralfett. Allerdings kann eine höhere Körpergröße den Bauchumfang beeinflussen, was wiederum als Indikator für Viszeralfett verwendet wird.

Geschlecht:

Männer haben tendenziell mehr Viszeralfett als Frauen. Frauen neigen dazu, mehr subkutanes Fett zu speichern, insbesondere in den Hüften und Oberschenkeln. Nach der Menopause kann sich das ändern, und Frauen können mehr Viszeralfett ansammeln.

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